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Douglas schlägt sich tapfer 03.04.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Gemäß den Experten von "TradeCentre.de" schlägt sich die Aktie von Douglas (ISIN DE0006099005 / WKN 609900) in der Finanz- und Wirtschaftskrise recht tapfer.
Das Handelsunternehmen aus Westfalen habe mit dem ersten Quartal des Wirtschaftsjahres 2008/2009 per Ende September eine solide Ausgangsbasis für den weiteren Verlauf der restlichen drei Perioden gebildet. In der Zeit von Oktober bis Dezember hätten die Einnahmen um 4,3 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro expandiert. Flächenbereinigt sei in etwa das Vorjahresniveau eingefahren worden.
Während der Konzern vor allem in heimischen Gefilden gut abgeschnitten habe, hätten hingegen die Auslandsmärkte geschwächelt. Die relativ schwache Entwicklung der Auslandsumsätze auf vergleichbarer Fläche sowie hohe Anlaufkosten für zahlreiche Neueröffnungen seien der Grund für die Reduktion des Gewinns vor Steuern im Quartalsvergleich gewesen. Das EBT sei von 140,2 auf 132,5 Millionen Euro gesunken. Netto habe in der Kasse ein Gewinn von knapp 88 Millionen Euro oder ein Ergebnis je Anteilsschein von 2,23 Euro geklingelt. Erfreulich: Der operative Cashflow habe mit über 230 Millionen Euro saftig gesprudelt.
Für das Gesamtjahr erwarte Douglas ein Umsatzplus zwischen drei und sechs Prozent auf mindestens 3,23 Milliarden Euro. Das EBT solle sich zwischen 100 und 150 Millionen Euro einpendeln. "Aus heutiger Sicht ist ein Ergebnis in der Mitte der Bandbreite deutlich wahrscheinlicher als die Randwerte", sage CFO Burkhard Bamberger im Hintergrundgespräch. Nach eigenen Angaben zeige der Trend im Inland weiterhin nach vorne. "Wir sehen bisher keinen Einbruch und sind vorsichtig optimistisch für Deutschland. Allerdings können auch wir die weitere Entwicklung kaum abschätzen".
Bisher scheine der Konsum in heimischen Gefilden noch intakt zu sein. Dreh- und Angelpunkt für die Hagener sei die Frage, ob dies auch noch in ein paar Monaten der Fall sei. Sollte sich die Arbeitslosigkeit beispielsweise drastisch erhöhen, dürfte dies an dem Konzern nicht spurlos vorbeigehen. In Deutschland setze Douglas gut zwei Drittel der Erlöse um und rund 80 Prozent des Profits. Etwas anders gestalte sich das Ausland. Diverse Auslandsmärkte, wie zum Beispiel Spanien, seien schwierig. Etwas besser laufe es in Russland oder Polen. Letzteres weil ein Wettbewerber angeschlagen sei.
Der Konzern werde in diesem Wirtschaftsjahr weiter massiv investieren. Rund 140 Millionen Euro an Investitionen würden anstehen. "Der Großteil entfällt auf die Modernisierung, Erweiterung und neue Filialen. Interessante Investitionsmöglichkeiten werden wir weiterhin realisieren", erkläre Bamberger. Der Free Cashflow dürfte in 2008/2009 positiv sein.
Neue Läden sollten in den Bereichen Parfüm, Buch, Schmuck und Süßwaren entstehen. "Unsere vier wichtigsten Bereiche wollen wir ausbauen". Sorgenkind, aber ohnehin keine Cashcow, sei die Einheit Mode. Zusperren oder ein Verkauf des Bereichs sei aktuell jedoch kein Thema. "Wir restrukturieren den Bereich". In den Kernbereichen Parfüm und Buch habe Bamberger selbst Zukäufe nicht ausgeschlossen. "Wir sind offen für Akquisitionen und halten Augen und Ohren offen".
Antizyklisch agieren mache Sinn und könnte sich mittelfristig auszahlen, ergänze der promovierte Betriebswirt. Vom Tisch sei hingegen ein Einstieg ins Apothekengeschäft. "Auch weitere Produktsparten sind momentan kein Thema. Unser Fokus auf die bestehenden Sparten bleibt unverändert. Wir konzentrieren uns darauf diese auszubauen und Marktanteile zu gewinnen", so der CFO.
Die rund 39 Millionen Aktien würden einen Börsenwert von über 1,1 Milliarden Euro repräsentieren. Unterstelle man für dieses Wirtschaftsjahr einen Gewinn je Aktie von 2,10 Euro, errechne sich ein KGV von 13. Das sei nicht teuer aber auch kein Schnäppchen im aktuellen Marktumfeld. Für den über 25.000 Mann starken Konzern spreche allerdings die gute Marktstellung, sowie eine speziell für Einzelhandelsunternehmen sehr moderate Verschuldung inklusive solider Bilanz.
Laut den Experten von "TradeCentre.de" schlägt sich die Aktie von Douglas in der Finanz- und Wirtschaftskrise recht tapfer und konnte bisher sämtliche Indices deutlich outperformen. Dieser Trend dürfte anhalten. (Analyse vom 03.04.2009) (03.04.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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